Saunabau, die Suche nach den Antworten

Bei der Vorbereitung zum Saunabau kamen ein Haufen Fragen auf mich zu. Hier eine Auswahl der Fragen, die ich zuerst beantwortet habe:

Was für eine Sauna soll es werden?

Meine Nachforschungen haben ergeben, das ich mich zwischen folgenden Saunen entscheiden kann:

  • Profilholz Sauna in Ständerbauweise: Dabei besteht die Sauna aus einem Holzgerüst welches mit Konstruktionsholz gebaut wird. Sie wird mit Dämmwolle gedämmt und durch eine Alufolie wird verhindert, dass die Dämmung feucht wird und schimmelt. Innen wird die Sauna mit Profilhölzer, die mindestens 14mm stärke haben sollten verbrettert und außen kann eine andere Art von Wand angebracht werden ( Rigips), oder ebenfalls Profilhölzer.

  • Stammsauna: Sie besteht aus Vollholzstämmen und steht draußen. Deshalb kommt diese Saunaart für mich nicht in Frage. Außerdem ist der Bau einer solchen Sauna für meine handwerklichen Möglichkeiten nahezu unmöglich.
  • Die Blockbohlensauna: Diese Saunaart wird aus sogenannten Blockbohlen gefertigt. Die Blockbohlen sind ca 45mm stark, 12 cm hoch, haben eine Doppelnut und Doppelfeder und die Länge einer Saunawand. Sie werden übereinander gesteckt. Da Holz immer noch etwas schrumpft befinden sich sogenannte Spannstangen in den Blockbohlen, die mit der Zeit nachgestellt werden müssen
  • Die Blockbohlensauna in Elementbauweise: Hierbei besteht die Sauna ebenfalls aus Blockbohlen. Die gehen allerdings nicht über die ganze Wandlänge, sondern bestehen aus kleinen Elementen, die jeweils ca ein drittel der Wandlänge betragen. Anschließend werden sie miteinander verbunden. Die Blockbohlenstücke werden dabei in eingefräste Konstuktionshölzer gesteckt und verschraubt.
  • Profilholz Sauna in Elementbauweise: Hier werden ebenfalls einzelne Elemente hergestellt und später zusammengesteckt. Im Gegensatz zur Blockbohlensauna bestehen hier die Elemente aus einem Holzrahmen der mit Dämmwolle gefüllt wird. Es muss eine Dampfsperre aus Alu-Folie angebracht werden, anschließend werden die Elemente mit Profilholzbrettern, ca 14mm stark, aus einer passenden Holzart (Fichte, Espe, Hemlock…) verbrettert.

Ich habe mich für die Blockbohlensauna in Elementbauweise entschieden. Mit Sicherheit habe ich dort einen höheren Arbeitsaufwand, aber irgendwie hat mir diese Variante am meisten zugesagt.

Wie groß soll die Sauna werden?

Da ich selber 2 Meter groß bin und es hasse, wenn ich irgendwo anstoße, oder mich beengt fühle wollte ich das maximale aus der Sauna herausholen. Natürlich musste es noch preislich im Rahmen bleiben, denn das war ja schließlich ein Hauptgrund für’s Selberbauen.
Die Ofengröße beschränkt die Größe einer Sauna schon recht schnell. Wenn ein Ofen größer als 9kW ist, steigt der Preis sehr schnell an, deshalb habe ich mich für einen 9kW Ofen entschieden.
Bei 9kW kann die maximal Größe 14m³ betragen. Also sollte meine Sauna 210cm x 280cm und ca 220cm hoch werden. Das sind ca 13m³, da hätte ich noch etwas Reserve.

Aus welchem Holz soll die Sauna bestehen?

Profilholzsaunen können aus verschiedensten Holzarten bestehen, Hemlock, Fichte, Espe …
Blockbohlen habe ich aber nur in Fichte gefunden. Alles andere wäre wahrscheinlich auch viel zu teuer.
Folgendes sollte man bei den Blockbohlen beachten:
Sie sollten aus nordischer Fichte bestehen. Wobei der Begriff wohl recht dehnbar ist, denn alles was auf der Nordhalbkugel unserer Erde an Fichte wächst, kann man als nordische Fichte bezeichnen. Eine bessere Bezeichnung ist wohl Polarfichte, dann stammt sie wirklich aus dem Norden. Die Jahresringe sind dann eng zusammen und der Baum ist langsam gewachsen. Da ich zwei Lieferungen bekommen habe, hatte ich verschieden Sorten. Schnell gewachsene und langsam gewachsene.
Sie sollte möglichst trocken sein. Unter 10% wären gut. Ich habe einen Tipp bekommen: Am besten schneidet man die Blockbohlen auf Länge und lässt sie erst mal ein Jahr trocknen. In der Länge schrumpft eine Bohle kaum, aber in der Höhe und Stärke
Mit einem Feuchtemessgerät habe ich zwischen 12 und 16% gemessen. Nicht optimal, aber ich habe sie trotzdem benutzt. Es hat sich als „nicht ganz optimal“ herausgestellt. Dazu später mehr.

Welchen Ofen soll ich benutzen?

Unser Ofen sollte nichts besonderes haben.

Er sollte:

  • die Hütte heiß machen,
  • elektrisch betrieben werden,
  • den ein oder anderen Aufguß aushalten,
  • preiswert sein
  • und nett aussehen.Ich habe mich für einen Harvia Cilindro entschieden. 80 Kg Steine, interne Steuerung und 400€ teuer.

Aus welchem Holz sollen meine Saunabänke sein?

Wie so oft, habe ich auch da auf den Preis geschaut. Fichte ist ungeeignet, weil sie sehr heiß wird und harzt. Hemlock ist sehr teuer und deshalb viel meine Wahl auf Espe. Eine Pappelart, die die Wärme schlecht leitet und meines Erachtens auch noch ganz schön aussieht. Sicherlich gibt es noch ein paar andere hübsche Holzarten, die geeignet wären, aber sie waren einfach nicht in meiner Preisklasse.

Was für eine Tür soll die Sauna haben?

Meine Recherchen haben ergeben, dass es nicht wirklich relevant ist, wenn man eine Ganzglastür einbaut. Da kein Fenster in der Sauna sein soll, habe ich mich für eine Ganzglastür entschieden. Mit Rahmen und allem was dazu gehört, kostete das Teil nur 143€ in Glas bronzefarben, 70 x 210 cm, Rahmen aus Espe.

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