Meine Bauanleitung vom Teich zu einem Sandkasten

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Der Gartenteich, den ich vor Jahren einmal angelegt habe, um in den Sommermonaten meine Schildkröten etwas natürliche Sonne zu schenken, hat nun ausgedient. Die Schildkröten waren sowieso nie drin, weil mein Aquarium mittlerweile größer ist als der Teich. Seit unsere kleine Maus da ist, habe ich einen Drahtzaun über den Teich gedeckt, der vor versehentlichem hineinfallen schützen sollte. Ein Nachteil war leider, dass er noch schlechter sauber zu halten war.

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Bis jetzt hatte Ronja einen Plastiksandkasten, der auf unserer Terrasse stand. Das war aber nur eine Übergangslösung. Kinder lieben es im Sand zu spielen und am allerliebsten schaufeln sie Sand aus den Kasten raus. Wenn so ein Kasten dann nicht ebenerdig ist, muss man ab und zu ganz gut zurück schaufeln. Deshalb sollte der Neue ebenerdig sein. Als Erstes musste der Teich einmal von allen Pflanzen, die drumherum und innen  so wucherten, entfernt werden. Kein leichtes Spiel, es ist kaum zu glauben wohin Wurzeln überall wachsen.

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Die Fische hat mein Nachbar bekommen und ich konnte den alten Teich leer pumpen. Die Plastikwanne ging ganz einfach heraus und weil sie doch etwas zu tief war habe ich den unteren Bereich wieder mit Erde verfüllt. Nach reiflicher Überlegung habe ich mich für ein Außenmaße von 150 * 160 cm entschieden. Warum so krumm, erkläre ich später

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Der nächste Weg hat mich in den Baumarkt geführt. Was benötige ich für den eigentlichen Sandkasten? Bedingt dadurch, dass er im Erdreich ist habe ich mich für Rasenkantensteine (Rasenboard) entschieden, die hatten einen unschlagbaren Preis von 1,49 € das Stück und sind resistent gegen Feuchtigkeit.
6 Stk    Rasenbord    25 cm x 100 cm x 5 cm     8,94€
Ich möchte um den Sandkasten herum Terrassenplatten legen, das die Kleinen auch richtig „Backe, backe, Kuchen“ machen können und natürlich, damit ich das „Drumherum“ richtig sauber halten kann. Ich bin wahrlich kein Pingel, aber es ist sehr angenehm, wenn man am Ende des Tages nur kurz einen Besen schwingen muss. Und in wenigen Monaten, kann das unsere Tochter bestimmt alleine, ganz bestimmt 😉 .

Also habe ich im Baumarkt Terrassenplatten gekauft 40 x 40 x 3,7cm zu 2,49 das Stück. Ich bin mir nicht sicher, ob es im Baumarkt preiswerter ist als im Baustofffachhandel, wer es wissen will, muss mal die Preise vergleiche. Ich war aber sowieso gerade mit meinem Anhänger im Baumarkt und habe deshalb gleich 33 Terrassenplatten mitgenommen. VORSICHT! Man täuscht sich schnell bei dem Gewicht. Mein Anhänger der 650 kg laden darf, war glaube ich leicht überladen, jedenfalls ging er gut in die Knie.

So, die Kantensteine sind 150cm lang 25 hoch und 5 stark. Zwei der Sechs Steine habe ich auf 50cm mit einer Flex durchgeschnitten. Pro Seite habe ich somit eine Länge von 150cm, jede Terrassenplatte ist aber 40cm lang und das läßt sich bekanntlich recht schlecht durch 160cm teilen. Deshalb habe ich die Seitensteine, vor die Stirnflächen der Vorder- und Rück- Kantensteine gestellt. Da die Steine 5 cm stark sind komme ich so auf 160cm und das passt sehr gut mit meinen Terrassenplatten. Sicherlich ist hinterher Sand im Sandkasten und es besteht keine Gefahr mehr, das ein Kantenstein umfällt, ich habe sie aber trotzdem untereinander mit Metallwinkel und Metallplatten verschraubt.

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Anschließend habe ich die Rasenfläche um den Kasten abgetragen. Die Platten haben ca 4cm und ich habe nochmal 4cm Verlegesplitt angenommen. Somit komme ich auf insgesamt 8cm Rasenfläche, die entfernt werden muss.
Den Verlegesplitt grob verteilen. Jetzt geht es darum ihn gleichmäßig „abzuziehen“, das heißt, der Splitt soll eine einheitliche, ebene Fläche haben.
Dazu konstruiere ich eine Abziehlatte. Dafür benötige ich :

  • 2 Latten oder Bretter
  • 2 Schraubzwingen
  • 2 Nägel

Meine, zu pflasternde Fläche, ist ein Dreieck. Es wäre also ganz schön, wenn die Abziehlatte variabel wäre. Aus diesem Grund nehme ich zwei Bretter und halte sie mit meinen beiden Schraubzwingen zusammen. Die Terrassenplatten haben eine Höhe von 3,7 cm. Ich schlage links und rechts, an den Seiten der Latten, je einen Nagel mit 4 cm Abstand nach unten hinein. Nun kann ich den Nagel, auf den neuen Rasensteinen und den anderen Nagel auf der alten Pflasterfläche entlang gleiten lassen. So ziehe ich mit meiner Abziehlatte eine eben Fläche über den Splitt. Diese Fläche ist genau 4cm tiefer als die umliegenden Kanten. Ist die Fläche komplett „abgezogen“ können nun die Terrassenplatten verlegt werden. Eventuelle Löcher oder leicht Unebenheiten im Splitt habe ich mit einem Glätter nachgearbeitet.

Dadurch, das ich mein Sandkasten eine Breite von 160cm hat und jede Platte 40 cm breit ist, passen die Platten ziemlich genau. Diagonale Schnitte können mit einem Winkelschleifer mit Steintrennscheibe gemacht werden. Den hinteren Teil des Sandkastens habe ich natürlich auch gepflastert. Das „Rundherum“ ist soweit fertig! Bevor ich Sand in den Kasten schaufeln konnte, habe ich im Baumarkt ein Teichfließ gekauft und es zwischen Sand und Erdboden gelegt.

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So kann kein Unkraut nach oben wachsen kann (wenn da unten überhaupt noch etwas wächst). Sollte mal eines der Kinder etwas tiefer buddelt, vermischt sich der Sand nicht mit der Erde. Das Fließ ist sehr reißfest und kann von keiner Kinderschaufel durchtrennt werden. Es ist aber trotzdem wasserdurchlässig, falls mal der Sandkasten geflutet wird, um Matschepampe zu machen 😉 .

Anschließend habe ich noch 600 kg Sand in den Kasten gefüllt. Ich habe einfachen Mauersand genommen. Ich weiß, der ist nicht gereinigt und es sollte aber Spielsand sein, aber nach 3 Tagen ist der Sand sowieso nicht mehr sauber. Deshalb war es mir ziemlich egal. Der Sandkasten steht bei uns nicht gerade sonnengeschützt und ich habe überlegt einen festen, großen Schirm zu installieren.

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Da die Sonne aber wandert und so der Kasten nicht immer beschattet wäre, habe ich einen kleinen Sonnenschirm genommen, der einfach im Sand umgesteckt werden kann. Der ist schön flexibel und kann von jedem umgesteckt werden. Nach Wochen der Erprobung kann ich sagen, dass es genial war den Sandkasten ebenerdig zu machen, so muss ich abends nur mit dem Besen einmal über die Platten fegen und schon ist der ganze Sand wieder da wo er hin gehört.

Leider laufen bei uns einige Katzen herum und die benutzen den neuen Sandkasten ganz gerne als Katzenklo. Deshalb habe ich mir noch eine passende Abdeckung gebastelt, die : Den Sand vor Katzen und Wasser schützt, leicht zu entfernen, leicht zu bauen ist und wenig Platz einnimmt.

Was benötigt man für die Abdeckung:

  • eine Folie, ich hatte noch diese grüne Garten-Schutz-Plane, sie sieht zwar nicht mehr schön aus, erfüllt aber für dieses Jahr bestimmt noch ihren Zweck. Maße 170 * 180 cm
  • vier Holzlatten, jeweils 160 cm lang, 5 cm breit
  • Spanplattenschrauben verzinkt
  • 4 Schlüsselschrauben 8 * 100mm und 8er Dübel

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Die Montage ist sehr einfach, die Folie wird einfach zwischen die Latten verschraubt. Ich habe das zunächst an einer Seite gemacht, damit ich die andere Seite genau anpassen kann. Dann in die Rasenkantensteine, 20 cm vom Rand entfernt, ein 8er Loch gebohrt und da die Schlüsselschrauben verschraubt, bis sie noch ca 4 cm aus der Platte schauen.
Im Abstand von ca 109 cm zwei Löcher durch die Holzlatten gebohrt. Die linke Seite der Abdeckung auf die Schlüsselschrauben stecken. Jetzt geht es an die rechte Seite. Die Löcher im Abstand von 109cm bohren und die untere Leiste schon auf die Schlüsselschrauben stecken. Dann die Folie über die untere Leiste legen und die zweite Leiste auf die Schlüsselschrauben stecken. Die Folie befindet sich nun lose dazwischen. Jetzt mittig anfangen, die Folie stramm ziehen und mit den Spanplattenschrauben fixieren. Dann nach rechts arbeiten, stramm ziehen … schrauben, stramm ziehen ….usw. Dann das gleich nach links. Wichtig die Schlüsselschraubenlöcher durch die Holzlatten sollten nicht zu klein gewählt werden, sonst ist das mit dem Aufstecken so ein gefummel. Die beiden Leisten zur Linken bleiben praktisch immer aufgesteckt und nur die Rechten werden abgenommen und aufgerollt.

 

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Das letzte Projekt für den Sandkasten ist noch eine Sitzbank, in der das „Backe – Backe – Kuchen – Spielzeug“ verstaut werden kann. Eine Anleitung wird selbstverständlich hier veröffentlicht Ich hoffe ich konnte euch etwas helfen und ein paar Tipps geben.

Viel Spaß beim Bauen, Euer Torsten

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5 Kommentare

  1. Walus   •  

    Diese Anleitung werden wir im kommenden Frühling in Taten umsetzen. Hofentlich klappt alles perfekt. Wir sind keine erfahrenen Handwerker.

  2. Sandkastenbastler   •  

    Starke Anleitung – vielen Dank! Hab mich selber vor einigen Jahren an einer Budelkiste für meine kleine Cousine versucht, das Ergebnis war ganz ok (wenn man bedenkt, dass ich absolut kein Handwerker bin haha)

    Mein nächstes Projekt: http://mysandkasten.de/sandkasten-schiff/ wobei dies doch deutlich mehr Aufwand fordern wird..

    Wünsche ich deiner Ronja viel Spaß beim Kuchen backen 🙂

  3. Hannes   •  

    Hi,

    danke für die Anleitung, sieht echt super aus, und niemals auf die Sicherheit vergessen, auch beim Sandkasten, dann kann auch nichts schief gehen.

  4. Anna   •  

    Ein schöner Sandkasten, ich habe ebenfalls eine Anleitung verfasst mit den Tipp als Abdeckung ein Netz zu nehmen, das ist in vielerlei Hinsicht praktisch. Ich hoffe es ist gestattet wenn ich darauf verweise: http://www.hilfefuchs.de/garten/sandkasten-selber-bauen
    Für die Variante aus Holz.

    Viele Grüße

  5. Emma   •  

    Huhu Ronja,
    da hat Dir der Papa ja einen schönen Sandkasten gebaut! Toll. Ich hoffe, wir können da vielleicht nächsten Sommer mal zusammen drin spielen….
    Liebe Grüße,
    Emma

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