Vorwort zur Bauanleitung meiner Sauna – Die Idee

Die Idee, eine eigene Sauna im Keller:

Was gibt es schöneres, als nach einem arbeitsreichen, nassen und kalten Tag den Abend mit einem gemütlichen Saunagang zu beschließen. Bevor unsere Tochter zur Welt kam haben wir das sehr gerne gemacht und sind dazu immer in öffentliche Saunen unserer Umgebung gefahren. Aber irgendwie ist das eingeschlafen. Schade eigentlich, denn die wohlige Wärme haben wir beide immer als ganz angenehm empfunden. Wir sind nicht wirklich regelmäßig gegangen, aber wenn wir mal da waren, haben wir uns auch ein Essen und manchmal sogar eine Massage gegönnt. Mit Eintrittsgelder waren dann schnell zwischen 50 und 100€ weg.

Wie schon gesagt, sind wir nach der Geburt nicht mehr weg gewesen. Die Suche nach einem Babysitter war uns manchmal einfach zu unangenehm.

Irgendwann kam mir dann der Gedanke, dass wir uns ja auch eine Sauna in den Keller stellen könnten. Ein ehemaliger, kleiner Proberaum in unserem Haus wurde ebenfalls seit der Geburt nicht mehr genutzt und hätte so umgebaut werden können. Nach langer Überlegung und einiger Überzeugungsarbeit, meiner Frau gegenüber, haben wir uns entschieden eine eigene Sauna in den Keller zu stellen. Sicherlich, für eine eigene Sauna muss man anfänglich tief in die Tasche greifen, aber langfristig gesehen ist es bestimmt preiswerter und einfacher. In unserer Stadt gibt es keine öffentlich Sauna die uns zugesagt hat, und deshalb mussten wir sogar immer noch Fahrtzeiten in Kauf nehmen. All das sollte ein Ende haben, einfach nur: Ofen an, saunieren und chillen.

Noch mehr Überzeugungsarbeit musste ich leisten, als ich meiner Frau gesagt habe, dass ich die Sauna selber bauen will. Ich bastle für mein Leben gern und kaufen kam für mich nicht in Frage.
Also war für mich die erste Aufgabe:

Recherchieren!!!

Welche Saunaarten gibt es? Welche kann ich selber machen, welche besser nicht?
Welchen Ofen, welches Holz, wie groß …. usw.

Fragen über Fragen, die erst geklärt werden mussten.
Das Internet bietet eine Menge an Informationen, Foren und tollen Beschreibungen von Selbstbauern. Dort habe ich fast alle Antworten schon gefunden. Nun steht meine Sauna und ich möchte mit dieser Anleitung anderen eine Hilfe sein, die vielleicht auch mit dem Gedanken spielen eine Sauna zu bauen, oder doch lieber zu kaufen.

Eines vorneweg: Das Projekt hat wahnsinnig viel Zeit in Anspruch genommen mehr als ich jemals gedacht hätte und ich möchte meiner Frau danken, dass sie so viel Geduld mit mir hatte. Ich denke wir werden die Sauna jetzt beide genießen können. Ich bereue nicht, dass ich sie selber gebaut habe. Sicherlich sieht eine Profisauna besser aus. Ist aus hochwertigeren Materialen gebaut und steht viel, viel schneller. Aber Sie ist bestimmt auch um einiges teurer und manchmal ist „der Weg auch einfach das Ziel“. Für mich jedenfalls

3 Kommentare

  1. Hannes Schneiderbauer   •  

    Hallo Torsten!

    Ich bin gerade nach vielen (schlaflosen) Stunden des Grübelns, Nachdenkens und auch im Internet-Recherchierens wegen unserer erträumten Blockbohlensauna auf Deine Seite gekommen und – was sollen ich sagen – wow!!!! Du hast super Ideen, bist ein sehr guter Handwerker und hast das ganze dann auch noch so perfekt dokumentiert und veranschaulicht – vielen Dank dafür!

    Bei uns soll die Sauna draußen in einen überdachten Zubau kommen, daher möchte ich mit ca 70mm Blockbohlen arbeiten, aber ansonsten habe ich ziemlich gleiche
    Ideen wie Du (Verbindungen fräsen, Eckpfosten, Rahmenhölzer, verschrauben mit Edelstahlschrauben, Glastür (& ev Fenster), Dichtungsband/Lippe unten,…).

    Wir haben eine abgeschrägte Ecke, daher einen mehreckigen Grundriss und irgendwie möchte ich mir den Aufwand mit den einzelnen Elemente sparen (bzw würden uns die Bohlen im ganzen etwas besser gefallen), daher meine Frage an Dich: glaubst Du, dass dieses System mit dem Verschrauben (statt Spannstangen) in den eckenauch mit ganzen Wänden (zwischen ca 90 und 215cm) funktioniert?

    Bzgl des Schwindes bin ich dafür am Schauen, ob ich nicht entweder Bohlen mit max 12% Restfeuchte bekomme und/oder das ganze einen winter zu Hause noch nach-trocknen lasse.

    Ich freue mich auf Deine Rückmeldung!
    Schönen Tag. Hannes

    • Schlacks   •     Author

      Hi Hannes,
      vielen Dank für die lobenden Worte.
      Ich kann mich erinnern, dass schon mal einer diese Frage gestellt hat. Leider finde ich die Emails nicht mehr, aber
      ich glaube er wollte sein Material bei megasauna.de/Blockbohlensystem bestellen. Er hatte sich mit den Mitarbeitern unterhalten
      und die waren überzeugt davon, dass er keine Spannstangen benötigt. Was im Endeffekt daraus geworden ist, kann ich nicht sagen.
      Vielleicht kontaktierst du die Firma mal und schilderst ihnen dein Problem.
      Ich persönlich würde mit Stangen arbeiten, habe aber ehrlich gesagt „null“ Erfahrung damit. Das ist nur so ein Baugefühl.

      Viel Spaß beim Bauen.
      Wenn du noch Fragen hast, melde dich ruhig!
      Gruß
      Torsten

  2. Pingback: Bauanleitung einer Blockbohlensauna - die Übersicht

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