Diamantbohrkrone für Fliesen – Meine Erfahrung

Als ich vor einiger Zeit den Dusch- und WC-Bereich  für meine Sauna gemacht habe, wollte ich selbstverständlich auch die Fliesen selber legen. Ein wenig Erfahrung hatte ich schon gesammelt, das Legen selber sollte also nicht ein zu großes Problem werden. Einzig bei den Fliesenlöchern für die Wasserleitung hatte ich Sorgen.
Mein Vater, der schon wirklich viele Fliesen gelegt hat, schwört auf eine Fliesenlochzange. Vom Prinzip her ganz gut, aber da muss ich mit einem Steinbohrer zuerst ein Loch in die Fliese bohren und dann mit der Zange langsam größer knabbern. Das kann man mal machen, und es ist bei einem Loch auch bestimmt kein Problem. Wenn aber mehrere Löcher gemacht werden müssen, wird es schwieriger.

Warum wird es schwierig?

Ganz einfach, es passiert immer mal, dass ich etwas zu feste an einer Fliese „knabber“ und sie bricht. Meistens bricht so eine Fliese nicht beim ersten Loch, sondern beim Letzten. Damit man sich auch so richtig ärgern kann 😉

Um das zu vermeiden habe ich mich im Netz umgeschaut und nach Alternativen gesucht. Gefunden habe ich Diamantbohrkrone für Fliesen und Feinstein. Ich habe mir eine 68mm Bohrkrone gekauft, die ich für Schalter- und Steckdosen verwenden kann und eine 40mm Diamantbohrkrone für Wasseranschlüsse.
Die Diamantbohrkronen besitzt ein metrisches Gewinde (M14) und wird mit einem Winkelschleifer betrieben. Die Bohrkrone wird, natürlich ohne die Flexscheibe, auf den Winkelschleifer geschraubt. Dadurch, dass ich den Winkelschleifer mit 2 Händen halten muss, kann ich sicher arbeiten. Wichtig ist, dass die Fliese gut fixiert wird. Durch die Leistung des Winkelschleifers wirken hohe Kräfte auf die Fliesen, oder das Feinsteinzeug.

So bin ich vorgegangen:

  • Die Löcher mit einem Filzstift anzeichnen
  • passende Bohrkrone in Winkelschleifer einspannen
  • Winkelschleifer einschalten und die Diamantbohrkrone schräg auf der Fliese ansetzen
  • Durch kleine kreisende Bewegungen langsam und ohne viel Druck ein Loch in das Werkstück bohren

Sollte noch eine helfende Hand in der Nähe sein, wäre es von Vorteil, wenn der anfallende Bohrstaub direkt abgesaugt wird. Ansonsten für eine ausreichende Belüftung sorgen.
Gehörschutz und Schutzbrille nicht vergessen. Wir habe alle nur zwei Augen und zwei Ohren.

diamantbohrkrone

Mein Fazit für die Diamantbohrkrone:

Wer einmal mit einer Diamantbohrkrone ein Loch gemacht hat, will sie nicht mehr missen. Gerade wenn du schon mal die Erfahrung gemacht hast, dass dir eine Fliese beim letzten Loch kaputt gegangen ist.
Die Kronen sind wirklich nicht preiswert, aber ich habe mich trotzdem für sie entschieden. Ich brauche sie sehr selten, bin aber davon überzeugt, dass das Geld gut investiert wurde.

Hoffentlich war mein Tipp für dich hilfreich.

Schöne Grüße

Torsten

2 Kommentare

  1. Daniel   •  

    Hallo Torsten,

    schöner geschrieben!
    Eine Frage hätte ich: Hast du die Bohrkronen ohne Zentrierbohrer benutzt? Ich mache meist solch großen Löcher eher in Holz, und Lochsäge ohne Zentrierung klappt da nicht so gut…

    Grüße
    Daniel

    • Schlacks   •     Author

      Hi Daniel,

      da ich die Bohrkrone mit einer Flex betreibe, habe ich eine ganz andere Geschwindigkeit, als mit einer Bohrmaschine. Ein Zentrierbohrer ist nicht nötig.

      Gruß
      Torsten

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